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Ich bin Schauspielerin, Regisseurin und Sprecherin und lebe in Hamburg.

Elon Musk

Was für eine Gestalt: Elon Musk. Wow. Der Typ lässt eine pathetische netflix-Sci-Fi-Serie über sein SpaceX-Programm produzieren, es spielt ein paar Jahrzehnte in der Zukunft. In der Serie kannn er dann selber auftreten und über die Großartigkeit seiner Mars-Mission-Visionen reden, die endlich Wirklichkeit geworden sind.

Und jetzt schickt er, angeblich in der Gegenwart, eins seiner Tesla-Autos in das All – das Auto, das auf der Merchandise-Ebene alle Rekorde bricht, allerdings von anderen Marken in Effizienz und Finanzierbarkeit längst überholt ist. Eine Kamera sendet Bilder vom Universum, durch die Windschutzscheibe des Teslas aufgenommen, solange die Verbindung gesichert ist.

Elon Musks Unternehmungen wirken auf mich wie ein Dark-Star/Alien1 /Perry-Rhodan-Mash Up aus den Siebzigern, kokettierend mit Douglas Adams, gepaart mit der Megalomanie der Achtziger Science Fiction, sagen wir der Cameron Filme, und millenium-like spielend mit mehreren Realitätsebenden wie in Being John Malkovich oder Matrix.

Alles wirkt so dermaßen retro, daß ich es in mehrfacher Hinsicht nicht fassen kann, daß das wirklich in der Gegenwart geschieht.

Aber ganz ehrlich -  ich finde es irgendwie toll, daß es solche Gestalten noch gibt. Auch diese  Personifizierung: Das ist nicht nur irgendein Konzern, an dem alle möglichen Leute ihre turbokapitalistischen Ziele in einem Unternehmen bündeln. Elon Musk ist ein größenwahnsinniger Visionär, den es vielleicht seit Ernest Shackleton nicht mehr gegeben hat.

Mann und Kinder sitzen vor dem Bildschirm und schauen sich den Start dieser Rakete an, die den Tesla ins All schickt, auf dessen Windschutzscheibe “Don´t panic” steht. Elon Musk kennt seine Referenzen.

Stören

stören Vb. ‘den ruhigen Fortgang hindern, belästigen, nicht in einen Zusammenhang hineinpassen’. Ahd. stōren ‘zerstören’ (9. Jh., irstōren, um 800), mhd. stœren ‘auseinanderstreuen, zerstreuen, verwirren, vernichten, zerstören’, asächs. testōrian ‘zerstören’, mnd. stȫren ‘(ver)hindern, unterbrechen’, mnl. stören ‘hindern, verwüsten’ (germ. *staurjan) und andererseits ablautendes nhd. stüren ‘stochern, herumwühlen’ (bis 18. Jh.), ahd. stur(i)en ‘vernichten’ (um 800), mhd. stürn ‘stochern, stacheln, antreiben’, asächs. farsturian ‘zerstören, verwirren’, mnl. steuren, nl. storen ‘berühren, hindern, verwüsten’, aengl. styrian ‘bewegen, verwirren, aufrühren’, engl. to stir ‘bewegen, anregen, aufrühren, rütteln’ (germ. *sturjan) sowie anord. styrr ‘Tumult, Kampf’, sturla ‘in Unordnung bringen, stören’ (germ. *stur-) lassen sich wie ↗Sturm (s. d.) mit s-Anlaut zu der unter ↗Quirl (s. d.) angeführten Wurzel ie. *tu̯er-, *tur-, *tu̯ṛ-, *tru- ‘drehen, quirlen, wirbeln’ stellen. Die beiden ursprünglich getrennten Verben (‘zerstreuen’ und ‘stochern’) sind in nhd. stören zusammengefallen. entstören Vb. elektrotechnisch ‘störungsfrei machen’ (20. Jh.). verstört Part.adj. ‘verwirrt, aus dem seelischen Gleichgewicht gebracht, erschreckt, beunruhigt’ (17. Jh.). zerstören Vb. ‘vernichten’, ahd. zistōren, zirstōren (9. Jh.), mhd. zerstœren ‘völlig auseinanderbringen und zerstreuen, in Verwirrung bringen, zunichte machen’. Zerstörer m. ‘wer etw. vernichtet’, ahd. zistōrāri (11. Jh.), mhd. zerstœrer; ‘schnelles Kriegsschiff’ (Anfang 20. Jh.), nach voraufgehendem engl. destroyer (1882). Störenfried m. ‘Unruhestifter’, anfangs auch im Sinne von ‘Teufel’, zuerst imperativischer Satzname Störefried (16. Jh.).

 

https://www.dwds.de/wb/st%C3%B6ren

 

 

Deathmarschen 1

Da draussen ist das widerlichste Wetter. Es ist sehr, sehr nass, und es ist windig. Es ist noch nasser und noch windiger als sonst, will ich damit sagen. Wenn ich draussen bin, ist es, als würde mir jemand einen Eimer Wasser von vorne ins Gesicht schütten.

Matschspritzer von dem vorbeifahrenden Traktor sind an der Scheibe, die trotz dem ganzen Wasser hartnäckig kleben bleiben. Gegenüber das leerstehende Haus, Regen dringt ins Haus, durch die Risse in den Scheiben und durchs Dach. Schade, es ist eigentlich ein schönes Haus.

Die Atmosphäre ist stabil, das immerhin. Ich kann das spüren: keine Migräne. Karl nennt mich immer sein olles Barometer.

Karl will Grünkohl machen, gleich eine Riesenportion. Gäste wären schön, ein Grünkohlessen mit vielen Leuten hinten im großen Raum, wir machen den Ofen an, wir trinken Korn und wir drehen die Anlage voll auf und singen Karaoke. Aber alleine die Leute herzubekommen wird schon eine logistische Leistung. So was muss man trotzdem manchmal machen: die Leute und ihre Spontaneität herausfordern. Und sich selbst herausfordern.

Morgen nehme ich das Boot und fahre einkaufen. Ich mach´s morgen, ganz bestimmt. Und ich lade alle ein, ich schreibe gleich eine Einladungsmail.

Vor drei Jahren konnte ich noch mit dem Auto fahren, über den Damm. Der Damm, den es jetzt nicht mehr gibt.

Ich habe den Kindern heute erzählt, daß hier früher mal alles Wiesen und Felder waren. Die haben es mir nicht geglaubt.

Gut. Morgen fahre ich einkaufen.

PMS Lounge 3

“PMS ist eine Gabe, ein Geschenk!”

Von Herzen,

eure Hohepristerin des PMS