Warum ist diese Seite nur so schrecklich unaktuell?

Achtung! Spoiler! In diesem Artikel wird gejammert! Wer von dem Bild der unverdrossenen Roßnatur Pfeifer, die naiv-fröhlich durch den Kulturbetrieb stolpert, nicht abgebracht werden möchte, hört auf zu lesen und darf sich gerne in Dauerschleife einen triumphalen Moment meiner Laufbahn ansehen: Preisverleihung HF4 PMSLounge

Also. Warum ist diese Seite nur so schrecklich unaktuell? Gute Frage. Denn eigentlich verbringe ich derzeit nicht wenig Zeit im Netz. In den letzten Wochen habe ich ständig die Nachrichtenseiten aufgerufen, um zu sehen, was wieder Empörendes passiert ist. Meistens ist dann auch etwas passiert, das mich entweder aufregt oder deprimiert. Dieser Daueralarm hat etwas extrem Lähmendes. Der Rechtspopulismus legt nicht nur die Regierungsgeschäfte lahm, er hat auch Auswirkungen dieser Art auf mein Tagesgeschehen. Dabei hätte ich dringende Dinge zu tun. Könnte auch mal wieder meine Seite aktualisieren… Aber ich will diese Prokastination nicht allein auf die Weltlage schieben.

Wahrscheinlich habe ich im Moment einfach die Gelegenheit, News-abhängig zu werden, weil ich ausnahmsweise mal nicht von einer Produktion in die nächste stolpere. Was seltsamerweise nicht heißt, daß ich mehr Zeit hätte, ich bin nur nicht so zielgerichtet auf ein demnächst zu launchendes, großes Produkt ausgerichtet (mit anderen Worten: ich hänge etwas durch, ohne durchhängen zu können). Die letzten Monate waren sehr, sehr produktiv (was toll ist), aber die schwierige Förderlage für freie Produktionen in meinem Umfeld und auch bei mir persönlich in dieser Spielzeit macht sich immer mehr bemerkbar. Ich mache Produktionen ohne Förderung, oder mit sehr wenig Geld. Das heißt, ich muss neben der Kunst auch noch viel anderes Geld erwerben. Um die Kunst quer zu finanzieren. Ein größeres, eigenes Stück werde ich diese Spielzeit nicht verwirklichen. Stiftungen anschreiben sollte derzeit jeden Tag anstehen, aber es muss ja auch mal staubgesaugt und mit den Kindern gespielt werden. Ich muss gestehen, daß derzeit alles etwas mühselig ist.

Also, was will ich sagen? Sorry for delay, werte Öffentlichkeit. Ich bin nicht schuld dran, Schuld ist immer Horst Seehofer (oder Trump, Weidel, Putin, Maaßen, Reichelt, Fleischhauer, Schwarzer, etc). Ich mach dann auch bald alles wieder hübsch hier.

Yours, Roßnatur Pfeifer

Schnittlauch und so.

Während auf den Straßen Berlins den Rechten ihr Platz zugewiesen wird (nämlich eigentlich unter “ferner liefen”), müssen ja solche schönen Dinge wie Schnittlauchblumensträuße auch noch Beachtung finden. Wozu zieht man denn aufs Land, wenn nicht sowas dabei abspringt. Demnächst auch mal wieder Raum für Gedichte über Bäume.

Hauptsache Frei abgeräumt!

WOW! Wir haben den Publikums- UND Jurypreis mit der PMS-Lounge auf dem Hauptsache Frei-Festival abgegriffen! Es ist so unglaublich!!! Ich lese nachher sicherheitshalber in den Statuten nach, ob das überhaupt rechtens ist…. Vielen Dank an das Publikum, die Jury und das Hauptsache Frei-Festival!!! Auf dem Festival konnte man sehen, wie phantastisch und vielfältig die Hamburger Freie Theaterszene ist. Es ist wichtig, daß es gut geförderte Projekte gibt, daß es passende und ordentlich ausgestattete Orte gibt, sich zu präsentieren und daß es eine gut vernetzte Struktur gibt, um ein Publikum auf sich aufmerksam zu machen. Wir konnten zum Glück mit dem Elbkulturfonds und dem Fonds DaKu dieses Projekt verwirklichen, und dafür sind wir wahnsinnnig dankbar. Wir warten mit Vorfreude auf die Erhöhung der Mittel für die Förderung der Freien Theaterszene, die einfach kommen muss! JETZT! Freie Darstellende Kunst in Hamburg fördern!

Das Eierwurf-Orakel:

Im kraftvollen Werfen ein Akt der Befreiung für die Einzelne, entsteht ein Abbild unserer gemeinsamen Erfahrung. Wirf Dein Ei!
(Hier zu sehen das Ergebnis des Eierwurf- Orakels vom 25.4.2018 auf der PMS Lounge für das Hauptsache Frei-Festival. Es ist wunderschön, es ist perfekt.)

Das wird nichts.

Charlotte: Das wird nichts. Das wird nichts, das wird nichts, das wird nichts.

Gwen: Natürlich wird das was, das muss was werden.

Charlotte: Ja, und zwar schlecht. Diesmal wollte ich echt zu viel für die kurze Zeit. Meine Güte, warum muss das auch immer alles so anstrengend sein. Diese ganzen Weiber machen mich wahnsinnig! Die machen alle, was sie wollen. Oder die machen gar nix. Weißt du, für die anderen ist das halt irgendsoein Stück, aber für mich ist das eine große Sache.

Gwen: Das IST doch auch ein gutes Thema. Das hat eine gesellschaftliche Relevanz, sonst wär das ja gar nicht hier zum Festival eingeladen… oder überhaupt gefördert worden…

Charlotte: Aber das meine ich nicht! Ich meine das doch nicht nur gesellschaftlich, das ist etwas sehr Persönliches, ein state of mind, etwas ganz in einem drin, in mir drin. … Das versuch ich ja die ganze Zeit zu erklären. Und dann wird das aber wieder so Brigitte-Niveau.

Gwen: Das ist doch nicht Brigitte-Niveau. Eher so missy, oder…

Charlotte AAAAHHHHR! Es kommt ja zum Glück niemand und guckt es sich an. Fast niemand. Ist sicher besser so. (schaut sich um). Oh Gott, da sind doch schon welche. Und die wollen jetzt hier was sehen, die erwarten jetzt was. Jetzt soll man hier so abzappeln und Inhalte absondern und danach verschwindet doch wieder alles in der Versenkung, als wäre nichts geschehen … da wird man EINMAL zu einem Festival eingeladen und dann geht alles in die Hose. Zum Glück werde ich sicher nie wieder zu irgendwelchen Festivals eingeladen. Und gefördert werde ich auch nie wieder. Das ist ja auch gut so, die Juries wissen schon, was sie tun, die fördern halt Sachen, wo so in größerem Rahmen gedacht wird, nicht so kleinkleinnörgelnörgel…

sometimes it snows in april

Heute vor zwei Jahren starb dieser wundervolle Vogel und gottgleiche Musiker Prince Roger Nelson.

Das ist mein most-life-changing Album:

 

 

 

 

 

 

Das Video zu dem Song “Nothing compares 2 U” mit Video-Footage aus dem Jahr 1984:

Nominiert!!!!!

Ich wurde endlich einmal nominiert! Von Pascal Fuhlbrügge, und zwar wegen meines unfehlbaren Musikgeschmacks! Und ich soll nun 10 meiner Lieblingsplatten benennen, Life-changing Music. Also gut, es ist eher so etwas wie eine Umfrage.

Das ganze kommt natürlich von facebook und ist dazu geeignet, wenn nicht gar darauf ausgelegt, der Plattform schön was von der eigenen Persönlichkeit zu verraten. Pascal liebt es natürlich, nach 10 Life-changing Alben befragt zu werden und konnte nicht völlig widerstehen. Er entzieht es allerdings facebook und hat mir zur Auflage gemacht, ebenfalls NICHT auf facebook, aber trotzdem an dieser Umfrage teilzunehmen. Dem komme ich gerne nach, weise aber dann auf facebook darauf hin. Vielleicht hat jemand eine Idee, wie man es noch komplizierter gestalten könnte? Immer her mit den Ideen.

Hier das erste:

 

 

 

 

 

Nachtrag: ich nominiere hiermit Christoph Theußl und Henning Pfeifer