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Das Eierwurf-Orakel:

Im kraftvollen Werfen ein Akt der Befreiung für die Einzelne, entsteht ein Abbild unserer gemeinsamen Erfahrung. Wirf Dein Ei!
(Hier zu sehen das Ergebnis des Eierwurf- Orakels vom 25.4.2018 auf der PMS Lounge für das Hauptsache Frei-Festival. Es ist wunderschön, es ist perfekt.)

Das wird nichts.

Charlotte: Das wird nichts. Das wird nichts, das wird nichts, das wird nichts.

Gwen: Natürlich wird das was, das muss was werden.

Charlotte: Ja, und zwar schlecht. Diesmal wollte ich echt zu viel für die kurze Zeit. Meine Güte, warum muss das auch immer alles so anstrengend sein. Diese ganzen Weiber machen mich wahnsinnig! Die machen alle, was sie wollen. Oder die machen gar nix. Weißt du, für die anderen ist das halt irgendsoein Stück, aber für mich ist das eine große Sache.

Gwen: Das IST doch auch ein gutes Thema. Das hat eine gesellschaftliche Relevanz, sonst wär das ja gar nicht hier zum Festival eingeladen… oder überhaupt gefördert worden…

Charlotte: Aber das meine ich nicht! Ich meine das doch nicht nur gesellschaftlich, das ist etwas sehr Persönliches, ein state of mind, etwas ganz in einem drin, in mir drin. … Das versuch ich ja die ganze Zeit zu erklären. Und dann wird das aber wieder so Brigitte-Niveau.

Gwen: Das ist doch nicht Brigitte-Niveau. Eher so missy, oder…

Charlotte AAAAHHHHR! Es kommt ja zum Glück niemand und guckt es sich an. Fast niemand. Ist sicher besser so. (schaut sich um). Oh Gott, da sind doch schon welche. Und die wollen jetzt hier was sehen, die erwarten jetzt was. Jetzt soll man hier so abzappeln und Inhalte absondern und danach verschwindet doch wieder alles in der Versenkung, als wäre nichts geschehen … da wird man EINMAL zu einem Festival eingeladen und dann geht alles in die Hose. Zum Glück werde ich sicher nie wieder zu irgendwelchen Festivals eingeladen. Und gefördert werde ich auch nie wieder. Das ist ja auch gut so, die Juries wissen schon, was sie tun, die fördern halt Sachen, wo so in größerem Rahmen gedacht wird, nicht so kleinkleinnörgelnörgel…

sometimes it snows in april

Heute vor zwei Jahren starb dieser wundervolle Vogel und gottgleiche Musiker Prince Roger Nelson.

Das ist mein most-life-changing Album:

 

 

 

 

 

 

Das Video zu dem Song “Nothing compares 2 U” mit Video-Footage aus dem Jahr 1984:

Nominiert!!!!!

Ich wurde endlich einmal nominiert! Von Pascal Fuhlbrügge, und zwar wegen meines unfehlbaren Musikgeschmacks! Und ich soll nun 10 meiner Lieblingsplatten benennen, Life-changing Music. Also gut, es ist eher so etwas wie eine Umfrage.

Das ganze kommt natürlich von facebook und ist dazu geeignet, wenn nicht gar darauf ausgelegt, der Plattform schön was von der eigenen Persönlichkeit zu verraten. Pascal liebt es natürlich, nach 10 Life-changing Alben befragt zu werden und konnte nicht völlig widerstehen. Er entzieht es allerdings facebook und hat mir zur Auflage gemacht, ebenfalls NICHT auf facebook, aber trotzdem an dieser Umfrage teilzunehmen. Dem komme ich gerne nach, weise aber dann auf facebook darauf hin. Vielleicht hat jemand eine Idee, wie man es noch komplizierter gestalten könnte? Immer her mit den Ideen.

Hier das erste:

 

 

 

 

 

Nachtrag: ich nominiere hiermit Christoph Theußl und Henning Pfeifer

Höhepunkt

Ich sehe: Ein Loch, dunkel, eine Art Schacht. Ich schwebe darüber, es ist kein Boden erkennbar. Der Rand bröckelt, Kabel und Dämmmaterial sind stellenweise sichtbar. Einige Kabel sind abgeschnitten – also, wenn da noch Strom draufliegt, das ist doch total gefährlich -  Ich gleite langsam, wie an einem Kran geführt, den Schacht hinunter. Entgegen der Abwärtsbewegung meines Körpers perlt in mir etwas hoch, wie Kohlensäure, es sammelt sich in meinen Wangen und Ohren, es drückt auf meine Augenbrauen. Die Lider lassen sich nicht schließen. Meine Augen schauen wie ein Messer durch die Dunkelheit. Das Aufperlen in meinem Körper wird gröber, wie übermäßige Darmtätigkeit, Schmerz mischt sich im Unterleib dazu, in gelegentlichen Schüben stärker werdend. Und stärker, und stärker. Ein Pickel beginnt sich unter meinem rechten Mundwinkel zu bilden.

Ich bin müde, aber gleichzeitig rastlos. Ich versuche, ruhig zu atmen, den Zustand zu akzeptieren, ihn nicht als etwas Feindseliges wahrzunehmen, das Gefühl des Schwebens nicht zu verlieren. In immer schnellerer Folge wechselt meine Aufmerksamkeit von meinem Unterleib in meinen Kopf und zurück und dann in eine Außensicht: auf meine abgekauten Fingernägel, meine Oberschenkel und mein Hohlkreuz, auf meine Zähne und meinen hauptsächlich noch unterirdischen Pickel.

Dann Erinnerungen an Begegnungen, Telefonate und Mails der letzten Tage, in denen ich Mißtöne und Verletzungen meine wahrgenommen zu haben. Die Vorstellung, dass meine Kolleginnen und Freunde sich über mich unterhalten und sich bestätigen, daß ich dumm, verrückt und aggressiv bin.

Ich zwinge mich, die Augen zu schließen und meine Aufmerksamkeit zu dezentrieren, mich zu öffnen. Weiteratmen. Etwas endet und endet, hört nicht auf zu enden. Um mich herum wird der Schacht weit, dehnt sich wie die allumspannende Vergänglichkeit, eine riesige unterirdische Höhle. Meine Füße setzen auf, ich stehe. Ein weicher feiner, lehmartiger Sand ist auf dem Boden, wie Heilerde. Der Geruch modrig. Ein wenig graues Licht erhellt die Höhle, in der ich mich befinde. Keine Ahnung, woher das Licht kommt.

Ich träufele mit einer Pipette einige Tropfen Rosenwasser auf den Boden. Kellerasseln verschwinden irgendwo hin. Ein paar Schritte entfernt von mir ein Haufen. Ich trete näher. Der Haufen bewegt sich. Es ist eine Schlange. Nein, es sind zwei Schlangen. Sie kämpfen, oder ist es ein Paarungsritual? Ich trete der einen Schlange gegen den Kopf. Sofort durchschneidet ein Schmerz meinen Unterleib, ich .. muss mich setzen.

(es folgt: Sarabande)